Weiterbildung schreibt Erfolgsgeschichten

Weiterbildung passiert auf den unterschiedlichen Lebensfeldern. Menschen erhalten durch sie das nötige Rüstzeug, ihr Verhalten und dadurch ihre Lebensumstände zum Positiven zu ändern. Was Weiterbildung sein kann, erschließt sich anhand der Berichte von Menschen, die von den Angeboten profitiert haben. Die Geschichte der Syrerin Roula, das Gesicht unserer Kampagne, ist nur exemplarisch für viele andere Lebenswege.

Der 57-jährige Stefan zum Beispiel pflegte einen Lebenswandel, der durch „Rauchen, viel Bier, und wenig Bewegung“ gekennzeichnet war. Dabei nahm er kontinuierlich zu und wurde immer unbeweglicher. Als sein Gewicht schließlich dreistellig wurde, sagte er zu sich: „So geht es nicht weiter!“ Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, sich im Alleingang wieder fit zu machen, besuchte er einen Kurs des Bildungswerks des Sportbundes Rheinland-Pfalz. Dort lernte er unter anderem, wie man sich gesund ernährt und dabei sein Übergewicht erfolgreich bekämpft. Inzwischen hat Stefan acht Kilo abgenommen und will diesen Weg weitergehen. „Ich bin noch lange nicht am Ziel“, sagt er.

 

 

Lesen- und Schreibenlernen im Erwachsenenalter

Funktionelle Analphabeten verfügen nur über rudimentäre Schreib- und Lesefähigkeiten. Von ihnen gibt es in Deutschland mehrere Millionen. Diese Menschen stehen in Alltag und Beruf vor kaum zu bewältigenden Problemen. So wie beim 55-jährigen Klaus aus der Eifel. Als er seine Schullaubahn beendete, konnte er kaum lesen und schreiben. Er begann daher keine Ausbildung und arbeitete viele Jahre in einer Fabrik. Als die wirtschaftliche Lage sich verschlechterte, wurde er entlassen.

Das Jobcenter empfahl ihm, einen Alphabetisierungskurs der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Rheinland-Pfalz zu besuchen. Er machte diesen wichtigen Schritt und bereute ihn nicht. Denn dort lernte er nicht nur endlich richtig lesen und schreiben, er sammelte auch neues Selbstvertrauen für seine Jobsuche.

Mittlerweile hat er einen Job in der Landwirtschaft gefunden, dem er mit großer Freude nachgeht. Ein Gewinn für die ganze Familie. Alle sind stolz darauf, dass Klaus jetzt bereits Kurznachrichten lesen und schreiben kann, ebenso wie Einkaufslisten. Gerne liest er auch schon Bücher in sogenannter „leichter Sprache“.

Peter aus Andernach erging es ähnlich. Er hat mit 45 Jahren bei der Volkshochschule lesen und schreiben gelernt. Peter betont wie wichtig es sei, dass Weiterbildung kostenlos ist: „Ich hätte mir das Lesen und Schreiben nicht leisten können in Deutschland, wenn ich sie bezahlen müsste.“

 


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