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Die moderne Gesellschaft stellt neue, besondere Anforderungen an das Bildungssystem. Die Zeiten, in denen die Lernphase mit Beginn der Berufstätigkeit abgeschlossen wurde, sind längst vorbei.

Die Volkshochschulen haben diesen Prozess zukunftsweisend und mit  großem Engagement  mitgestaltet. Ob beim Sprachenlernen,  beim Thema Demographie, bei Schulabschlüssen und berufsqualifizierenden Maßnahmen und nicht zuletzt im Bereich der Integration, die Volkshochschulen sind wichtige Akteure in der Bildungskette.

Und dennoch geht die Schere zwischen den von den Volkshochschulen erbrachten Leistungen für die Gesellschaft und dem  ihnen  im bildungspolitischen Gesamtzusammenhang eingeräumten Stellenwert immer weiter auseinander.

Besonders deutlich wird dies beim Zukunftsthema Integration. Der Einsatz der Volkshochschulen für die Integration hat zu einer Ausweitung des Angebotes geführt, die die Einrichtungen hinsichtlich ihrer Infrastruktur und ihrer personellen Ausstattung vor große, mit erheblichen Mehrkosten verbundene Herausforderungen stellt. Die im Weiterbildungsgesetz festgeschriebenen Fördermöglichkeiten bilden diese Wirklichkeit längst nicht mehr ab. Die Landeszuschüsse für Personal und Lernangebote  stagnieren seit 20 Jahren.

Vollkommen zu Recht werden hohe Ansprüche an die Qualität der Arbeit der Volkshochschulen gestellt. Um diesem Anspruch bei dem immens gestiegenen Arbeitsvolumen, den gesetzlichen Anforderungen und dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand gerecht zu werden, ist eine Verdoppelung der Landesmittel für den Weiterbildungsbereich dringend nötig.

Nur so kann sichergestellt werden, dass gesellschaftlich wichtige Themen professionell umgesetzt werden und das Land damit seinem bildungspolitischen Auftrag gerecht  wird.